FRIEDHOFSHALLE

Hygienekonzept für die Nutzung der Friedhofshalle Oldendorf bei Trauerfeiern 

Gemäß der Landesverordnung des Landes Schleswig-Holstein zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Verbindung mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes jeweils in der aktuellen Fassung gilt in der Friedhofshalle Oldendorf bis auf weiteres Folgendes: 

• Jede zweite Bank bleibt weiterhin gesperrt (dadurch entstehen zwischen den zu besetzenden Bankreihen ca. anderthalb Meter Platz).

• Zutritt nur für Personen, die entweder von Covid19 genesen oder dagegen geimpft oder in den letzten 48 Stunden in einer ärztlichen Praxis, einer Apotheke oder einem Testzentrum negativ getestet wurden und diesen Test vorweisen können. Selbsttest werden nicht anerkannt.

• Die erste und dritte Reihe links und rechts sind für die Familie und dürfen pro Bank mit drei Personen aus jeweils maximal zwei Haushalten besetzt werden und werden entsprechend gekennzeichnet. Stellt sich in den Vorgesprächen heraus, dass für die Familie mehr Plätze benötigt werden, steht es dem Bestattungsunternehmen frei, weitere Reihen für die Familie zu reservieren, die dann ebenfalls mit drei Personen besetzt werden können.

• Die Reihen fünf, sieben, neun und elf dürfen jeweils höchstens mit zwei Personen besetzt werden und werden entsprechend gekennzeichnet.

• Vom Redner aus gesehen rechts im Seitenraum stehen mindestens zwölf, bei Bedarf auch mehr Stühle für die Träger und Trägerobmann, für das Bestattungsunternehmen sowie Stühle für alle Mitwirkenden (Musiker*in, Redner*in etc.) zur Verfügung.

• Die Friedhofshalle wird vorab von der Gemeinde Oldendorf geputzt und die Griffflächen desinfiziert.

• Zutritt zur Friedhofshalle zur Trauerfeier ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Maske (medizinische Maske oder FFP2 Maske) gestattet, die auch während der Trauerfeier zu tragen ist. Hiervon sind ausschließlich Personen ausgenommen, die aktiv musizieren oder sprechen.

• Die Gesangbücher bleiben eingelagert, es wird aktuell nicht gesungen. Sollen Liedtexte mitverfolgt werden, steht es dem Bestattungsunternehmen frei, Liedblätter auszufertigen und zu verteilen. Diese sind hinterher bitte wieder mitzunehmen.

21.05.30 Hygienekonzept Friedhofshalle Oldendorf III, Stand: 30.05.2021

Das Bestattungsunternehmen sorgt bitte für folgendes:

•  dass sowohl am Eingang als auch am Grabe Händedesinfektionsmittel in ausreichender Menge zur Nutzung für die Trauergäste zur Verfügung steht.

•  Es überwacht die oben genannte Sitzordnung. Wer keinen Platz mehr in der Friedhofshalle findet, kann der Trauerfeier von außen beiwohnen. Eine etwaige elektronische Übertragung der Trauerfeier nach draußen ist durch das Bestattungsunternehmen zu organisieren.

•  Die Friedhofshalle ist vor Eintreffen der Trauergäste ausreichend zu belüften: Alle Türen werden dazu mindestens 15. Minuten geöffnet.

•  Zwecks bleibender Frischluftzufuhr ist mindestens die Haupteingangstür auch während der Trauerfeier mit beiden Flügeln geöffnet zu halten.

•  Auch beim Auszug sind die geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Die Mitarbeiter*innen des Bestattungsunternehmens achten bitte auf die Einhaltung dessen.

•  Ferner ist die Friedhofshalle und das Grabumfeld nach Beendigung der Trauerfeier von Hinterlassenschaften z.B. benutzen Papiertaschentüchern zu reinigen.

•  Es steht es dem Bestattungsunternehmen frei, Liedhefte oder -blätter auszufertigen und zu verteilen. Diese sind bitte wieder mitzunehmen.

 

•  Ob Daten zur Kontaktnachverfolgung erhoben werden, steht in der Verantwortung des Bestattungsunternehmens. Ein QR-Code der Luca-App zum Scannen steht zur Verfügung, Listen für das händische Eintragen wären seitens des Bestattungsunternehmens mitzubringen.

Für die Gemeinde Oldendorf
Helmut Seifert
Bürgermeister

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1947, bekam Oldendorf einen eigenen Friedhof – gebaut auf Wohlwollen, Hoffnung und Vertrauen. Es sollte der Wunsch verwirklicht werden, die Verstorbenen im eigenen Dorf zu beerdigen, wo sie meist ihr ganzes Leben gelebt hatten.

Während es keine Zweifel über den Ort des Friedhofes gab (Zwölf Berge), so gab es doch Unsicherheit bei der Finanzierung. Die Stifter und die Landbesitzerin nahmen ein Risiko in Kauf: Ob die eingezahlten Gelder tatsächlich mal für den Erwerb einer Grabstätte verrechnet werden konnten oder ob das Land gegen gleichwertiges getauscht werden konnte? „Es ging hierbei um Vertrauen gegen Vertrauen und die Hoffnung, dass die Gemeinde bei Übernahme des Friedhofes einem Tausch mit Gemeindeland zur beiderseitigen Zufriedenheit zustimmte.“ (Werner Sievers)1950 wurde dann die Friedhofshalle errichtet. 5210 DM wurden gespendet und dank vieler unentgeltlicher Helfer kam man mit der Summe aus. „Es war eine Freude zu sehen, wie die Mitbürger sich mit Spaten, Hacke und Schaufel an die Arbeit machten. Vom Altenteiler bis zum Schulkind, Flüchtlinge und Einheimische, alle machten mit.“ (Werner Sievers) Maurermeister Carsten Widderich erledigte die Maurerarbeiten (und versteckte im Bauwerk einen Brief, den man in der Oldendorfer Chronik lesen kann), Heinrich Jeß die Schmiedearbeiten und Willi Bielenberg die Holzarbeiten.

1988 wurde der Erweiterungsbau der Friedhofshalle mit Glockenturm eingeweiht. Nun können 150 Personen hier einen Platz finden. Ein Blickpunkt ist die Buntglasscheibe der ehemaligen Bürgermeisterin und Künstlerin Jo Schütt, die einen Regenbogen darstellt.
Zur Veranschaulichung der tollen Lage, hier ein Auszug aus einer Schrift von Hans Sievers (ehemaliger Schulleiter von Oldendorf u. Mitgründer des Friedhofes) aus dem Jahre 1963:
„Warum wohl sind wir schon früher als Kinder hinaufgestiegen und haben Ausschau gehalten nach den Masten der großen Schiffe Vaterland und Imperator, die bei Brunsbüttel über den Elbdeich schauten? […]Warum wohl haben wir den Friedhof und später das Ehrenmal hierher gebaut? Hier oben, in der erhabenen Stille und Einsamkeit, mit dem weiten Fernblick wollten wir würdige Plätze des Totengedenkens schaffen.“

URNENHAINE

Hier entsteht der neue Urnenhain. Während der alte anonym ist, werden an diesem Stein die Namen der Verstorbenen zu lesen sein. Die Fläche wird ansprechend angelegt werden. Es ist auch eine Ablagefläche für Blumenschmuck eingeplant. Mehr Informationen auch zu Endreinigung, Kaution etc. finden Sie in der rechten Spalte als pdf-download.

Der anonyme Urnenhain