FRIEDHOFSHALLE

Hygienekonzept für die Nutzung der Friedhofshalle Oldendorf gemäß der Landesverordnung des Landes Schleswig-Holstein

§§ 1-4 sowie § 13
in Verbindung mit § 5c Abs. 3 gilt in der Friedhofshalle Oldendorf ab 31.05.2021 bis auf weiteres Folgendes:

Trauerfeiern sind gemäß der Landesverordnung auf 125 Personen begrenzt.
Aber Abstandsgebot (1,5 m), Maskenpflicht, Hust- und Nies-Etikette etc. gelten weiterhin.

Darum gilt für die Friedhofshalle Oldendorf bis auf weiteres:

• Die entfernten ersten beiden Bankreihen werden wieder installiert.

• Jede zweite Bank bleibt weiterhin gesperrt (dadurch entstehen zwischen den zu besetzenden Bankreihen ca. anderthalb Meter Platz).

• Die erste und dritte Reihe links und rechts sind für die Familie und dürfen pro Bank mit drei Personen aus jeweils maximal zwei Haushalten besetzt werden und werden entsprechend gekennzeichnet. Stellt sich in den Vorgesprächen heraus, dass für die Familie mehr Plätze benötigt werden, steht es dem Bestattungsunternehmen frei, weitere Reihen für die Familie zu reservieren, die dann ebenfalls mit drei Personen besetzt werden können.

• Die Reihen fünf, sieben, neun und elf dürfen jeweils höchstens mit zwei Personen besetzt werden und werden entsprechend gekennzeichnet.

• Vom Redner aus gesehen rechts im Seitenraum stehen mindestens zwölf, bei Bedarf auch mehr Stühle für die Träger und Trägerobmann, für das Bestattungsunternehmen sowie Stühle für alle Mitwirkenden (Musiker*in, Redner*in etc.) zur Verfügung.

• Die Friedhofshalle wird vorab von der Gemeinde Oldendorf geputzt und die Griffflächen desinfiziert.

• Zutritt zur Friedhofshalle zur Trauerfeier ist nur mit qualifizierter Mund-Nasen-Maske (medizinische Maske oder FFP2 Maske) gestattet, die auch während der Trauerfeier zu tragen ist. Hiervon sind ausschließlich Personen ausgenommen, die aktiv musizieren oder sprechen.

• Die Gesangbücher bleiben eingelagert, es wird aktuell nicht gesungen. Sollen Liedtexte mitverfolgt werden, steht es dem Bestattungsunternehmen frei, Liedblätter auszufertigen und zu verteilen. Diese sind hinterher bitte wieder mitzunehmen.

21.05.30 Hygienekonzept Friedhofshalle Oldendorf III, Stand: 30.05.2021

Das Bestattungsunternehmen sorgt bitte für folgendes:

• dass sowohl am Eingang als auch am Grabe Händedesinfektionsmittel in ausreichender Menge zur Nutzung für die Trauergäste zur Verfügung steht.

• dass sich alle Gäste der Trauerfeier entweder mit der Luca-App beim Betreten der Friedhofshalle anmelden oder mit Vor- und Familienname, Adresse, Telefonnummer und Mail-Adresse in vorbereitete Listen eintragen.

• Es überwacht die oben genannte Sitzordnung. Wer keinen Platz mehr in der Friedhofshalle findet, kann der Trauerfeier von außen beiwohnen.

• Die Friedhofshalle ist vor Eintreffen der Trauergäste ausreichend zu belüften: Alle Türen werden dazu mindestens 15. Minuten geöffnet.

• Zwecks bleibender Frischluftzufuhr ist mindestens die Haupteingangstür auch während der Trauerfeier mit beiden Flügeln geöffnet zu halten.

• Auch beim Auszug sind die geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Die Mitarbeiter*innen des Bestattungsunternehmens achten bitte auf die Einhaltung dessen.

• Ferner ist die Friedhofshalle und das Grabumfeld nach Beendigung der Trauerfeier von Hinterlassenschaften z.B. benutzen Papiertaschentüchen zu reinigen.

Für die Gemeinde Oldendorf
Helmut Seifert
Bürgermeister

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1947, bekam Oldendorf einen eigenen Friedhof – gebaut auf Wohlwollen, Hoffnung und Vertrauen. Es sollte der Wunsch verwirklicht werden, die Verstorbenen im eigenen Dorf zu beerdigen, wo sie meist ihr ganzes Leben gelebt hatten.

Während es keine Zweifel über den Ort des Friedhofes gab (Zwölf Berge), so gab es doch Unsicherheit bei der Finanzierung. Die Stifter und die Landbesitzerin nahmen ein Risiko in Kauf: Ob die eingezahlten Gelder tatsächlich mal für den Erwerb einer Grabstätte verrechnet werden konnten oder ob das Land gegen gleichwertiges getauscht werden konnte? „Es ging hierbei um Vertrauen gegen Vertrauen und die Hoffnung, dass die Gemeinde bei Übernahme des Friedhofes einem Tausch mit Gemeindeland zur beiderseitigen Zufriedenheit zustimmte.“ (Werner Sievers)1950 wurde dann die Friedhofshalle errichtet. 5210 DM wurden gespendet und dank vieler unentgeltlicher Helfer kam man mit der Summe aus. „Es war eine Freude zu sehen, wie die Mitbürger sich mit Spaten, Hacke und Schaufel an die Arbeit machten. Vom Altenteiler bis zum Schulkind, Flüchtlinge und Einheimische, alle machten mit.“ (Werner Sievers) Maurermeister Carsten Widderich erledigte die Maurerarbeiten (und versteckte im Bauwerk einen Brief, den man in der Oldendorfer Chronik lesen kann), Heinrich Jeß die Schmiedearbeiten und Willi Bielenberg die Holzarbeiten.

1988 wurde der Erweiterungsbau der Friedhofshalle mit Glockenturm eingeweiht. Nun können 150 Personen hier einen Platz finden. Ein Blickpunkt ist die Buntglasscheibe der ehemaligen Bürgermeisterin und Künstlerin Jo Schütt, die einen Regenbogen darstellt.
Zur Veranschaulichung der tollen Lage, hier ein Auszug aus einer Schrift von Hans Sievers (ehemaliger Schulleiter von Oldendorf u. Mitgründer des Friedhofes) aus dem Jahre 1963:
„Warum wohl sind wir schon früher als Kinder hinaufgestiegen und haben Ausschau gehalten nach den Masten der großen Schiffe Vaterland und Imperator, die bei Brunsbüttel über den Elbdeich schauten? […]Warum wohl haben wir den Friedhof und später das Ehrenmal hierher gebaut? Hier oben, in der erhabenen Stille und Einsamkeit, mit dem weiten Fernblick wollten wir würdige Plätze des Totengedenkens schaffen.“